Das Swiss Equestrian Forum stand ganz im Zeichen des Dialogs zwischen Verbänden, Vereinen und Partnern aus der ganzen Schweiz. In seiner Eröffnungsansprache betonte CEO Michel Sorg die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für die nachhaltige Entwicklung des Pferdesports und unterstrich die Rolle des Forums als Plattform für offenen Austausch und zukunftsgerichtete Diskussionen.
In einem ersten Teil wurden aktuelle Herausforderungen und Rahmenbedingungen thematisiert, bevor die Teilnehmenden in thematischen Workshops vertieft an zentralen Fragestellungen arbeiteten. Die Schwerpunkte reichten von Krisenkommunikation über Ausbildungsangebote bis hin zur Definition des Breitensports und dem konzeptionellen Rahmen FTEM Schweiz in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic.
Internationale Perspektiven und europäischer Erfahrungsaustausch
Ein besonderes Highlight des Freitags war der Beitrag von Quentin Simonet, Nationaler Technischer Berater des Französischen Pferdesportverbandes (Fédération Française d’Équitation, FFE) und Präsident der European Equestrian Federation. Er gewährte spannende Einblicke in die Perspektiven und Projekte der FFE, mit besonderem Schwerpunkt auf Reitvereinen, Ausbildung und nationalen Wettkämpfen. Er eröffnete einen konstruktiven Austausch über unterschiedliche nationale Realitäten und gemeinsame europäische Herausforderungen.
Workshops als Motor für neue Impulse
In rotierenden Workshop-Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden intensiv an praxisnahen Themen. Der offene Austausch und die Vielfalt der Perspektiven sorgten für neue Denkanstösse und konkrete Ansätze für die Verbands- und Vereinsarbeit.
Zweiter Forumstag im Fokus der Offiziellen
Der Samstag war gezielt den Offiziellen aus allen Disziplinen gewidmet. Präsident Damian Müller eröffnete den Tag und würdigte das unverzichtbare Engagement der Offiziellen für das reibungslose Funktionieren und die Weiterentwicklung des Pferdesports.
Ein vielbeachteter und energiereicher Impuls kam von Referent Andreas Koch, ehemaliger internationaler Eishockey-Schiedsrichter, Jurist und Wirtschaftspsychologe. In seinem praxisnahen und unterhaltsamen Vortrag zeigte er eindrücklich auf, wie begrenzt menschliche Wahrnehmung ist und welchen Einfluss dies auf Entscheidungen und deren Wirkung hat – ein Thema von hoher Relevanz für alle Funktionen im Pferdesport. Auch erhielten die Anwesenden einige «Werkzeuge», um in entscheidenden und herausfordernden Situationen gewappnet zu sein. Eines der Schlüsselwörter von Andreas Koch ist die Kommunikation zwischen den verschiedenen Parteien.
Disziplinenspezifische Vertiefung und konstruktiver Abschluss
Am Nachmittag vertieften Workshops nach Disziplinen – darunter Springen, Dressur und Para-Dressur, Fahren, Endurance und Voltige – die spezifischen Herausforderungen und Entwicklungen der einzelnen Fachbereiche.
Mit einem optimistischen Ausblick auf das Jahr 2026 und vielen zufriedenen wie auch motivierten Gesichtern endete das Swiss Equestrian Forum als starke Plattform für Vernetzung, Qualität und gemeinsame Weiterentwicklung des Schweizer Pferdesports.
Die Termine für das Swiss Equestrian Forum 2027 werden bis zum Sommer bekannt gegeben.