Voltige - Nachwuchsförderung
Die Nachwuchsförderung von Swiss Equestrian bildet die Grundlage für die Zukunft des Schweizer Voltigiersports. Mit gezielter Förderung und einer qualitativ hochwertigen Ausbildung werden junge Talente früh erkannt und Schritt für Schritt bis in den Spitzensport begleitet.
Das Förderkonzept wird von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport anerkannt. Die fünf Schweizer Regionalverbände übernehmen die Förderung auf lokaler und regionaler Ebene, während Swiss Equestrian für die nationalen Förderstufen verantwortlich ist.
Jeden Herbst findet zudem eine Nachwuchsselektion statt, um neue Talente zu entdecken und junge Reiter:innen gezielt weiterzuentwickeln.
Nachwuchskaderselektion
Alle wichtigen Informationen zur Selektion finden Sie hier :
Selektion Nachwuchskader
Selektion nach dem «PISTE»-System ab regionaler und nationaler Stufe
Ab der regionalen und nationalen Stufe erfolgt die Selektion nach dem «PISTE»-System. Dabei werden verschiedene Bereiche beurteilt, um das passende Förderprogramm für die Athlet:innen zu bestimmen:
Die Resultate aus nationalen und internationalen Turnieren geben Auskunft über den aktuellen Leistungsstand der Athlet. Dabei werden nicht nur Klassierungen betrachtet, sondern auch Konstanz, Entwicklung und Erfahrung im Wettkampf.
Bei der praktischen Sichtung beurteilt ein Fachgremium unter anderem Sitz, Einwirkung, Harmonie mit dem Pferd/Pony sowie die reiterlichen Fähigkeiten der Athlet direkt vor Ort.
Die Sichtung zu Pferd oder Pony ist ein zentraler Bestandteil der Selektion.
Die Athlet werden von einem Fachgremium anlässlich der Schweizermeisterschaften oder eines offiziellen Sichtungstages beurteilt.Bewertet werden unter anderem:
- Sitz und Einwirkung
- Harmonie mit dem Pferd/Pony
- Reiterliche Fähigkeiten
- Gesamteindruck
Sporttest
Der sportmotorische Test überprüft wichtige körperliche Voraussetzungen für den Leistungssport, wie Beweglichkeit, Koordination, Stabilität, Ausdauer und allgemeine Fitness.
Zur Kaderselektion gehört ebenfalls ein sportmotorischer Test. Dieser ist für alle Athlet obligatorisch – auch für bisherige Kadermitglieder.
Der Test überprüft wichtige körperliche Voraussetzungen für den Leistungssport, wie:
- Koordination
- Beweglichkeit
- Stabilität
- Ausdauer
- Allgemeine Fitness
Arztzeugnisse werden nur berücksichtigt, wenn sie vorgängig an die Geschäftsstelle von Swiss Equestrian gesendet wurden. Die Präsenz vor Ort bleibt obligatorisch.
Für eine erfolgreiche sportliche Entwicklung spielt auch das Umfeld eine wichtige Rolle. Berücksichtigt werden beispielsweise Trainingsmöglichkeiten, Betreuung, schulische oder berufliche Situation sowie die Unterstützung durch Familie und Trainer.
Neben den aktuellen Leistungen wird auch eingeschätzt, welches Potenzial die Athlet für die zukünftige Entwicklung im Leistungssport mitbringen.
PISTE – Talentidentifikation & Selektion
PISTE steht für «Prognostische Integrative Systematische Trainereinschätzung» und ist ein von Swiss Olympic entwickeltes Selektionssystem zur Nachwuchsförderung. Ziel ist es, junge Athlet:innen langfristig zu begleiten und nicht nur die aktuell Besten, sondern vor allem Talente mit grossem Zukunftspotenzial zu fördern.
PISTE ist ein wichtiger Bestandteil der nationalen Nachwuchsförderung und dient als Grundlage für die Selektion in Regional- und Nationalkader sowie für den Erhalt einer Swiss Olympic Talent Card.
Die Beurteilung basiert auf einer ganzheitlichen Analyse der Athlet:innen. Dabei werden nicht nur Wettkampfresultate berücksichtigt, sondern auch Faktoren wie:
- sportliche Entwicklung
- technische und körperliche Fähigkeiten
- Umfeld und Betreuung
- langfristiges Entwicklungspotenzial
Die Grundidee von PISTE lautet:
Nicht nur die Besten von heute fördern, sondern vor allem die Besten von morgen.
FTEM (Sport- und Athletenentwicklung)
Die Abkürzung FTEM steht für die vier Schlüsselbereiche «F» wie «Foundation» (Fundament, Grundlagen, Basis), «T» wie «Talent», «E» wie «Elite» und «M» wie «Mastery» (Weltklasse) und bildet damit den Idealverlauf einer sportlichen Karriere bis hin zur Weltspitze ab. Die Schlüsselbereiche wiederum sind in insgesamt zehn unterschiedliche Phasen aufgeteilt, an denen sich die Verantwortlichen orientieren können.