Mit einer soliden Runde im Jagdspringen starteten Steve Guerdat und Albführen’s Iashin Sitte in den Final. Der dritte Zwischenrang bildete eine gute Ausgangslage für die weiteren Prüfungen. In der zweiten Prüfung gelang Guerdat erneut eine weitere starke Runde. Zwischenzeitlich verbesserte sich das Paar sogar auf Rang zwei in der Gesamtwertung und blieb damit voll im Rennen um die Spitzenplätze.
Entscheidung im Final
In der finalen Prüfung entwickelte sich ein spannender Kampf um die Podestplätze. Trotz einem Abwurf im ersten Umgang blieben die Chancen auf die vorderen Ränge intakt. Im zweiten Durchgang jedoch musste sich das Paar zwei Stangenfehler notieren lassen. Somit resultierte der gute sechste Rang an diesem Weltcupfinal. Dieser wurde vom Amerikaner Kent Farrington mit der Schimmelstute Greya gewonnen, vor dem Deutschen Daniel Deusser mit Otello de Guldenboom und der Amerikanerin Katherine A. Dinan und Out of the Blue SCF.
Auch wenn der Jurassier ein bisschen enttäuscht ist über das so knapp verpasste Podest, sieht er das Positive: «Ich bin zufrieden, wie die Woche sich entwickelt hat und dass wir bis zum Schluss dabei waren. Ich weiss nicht wirklich, was das Problem war: Iashin ist beide Umgänge gut gesprungen. Vielleicht fehlte am Ende ein wenig die Kraft… Trotzdem bin ich mit dem 6. Rang zufrieden und nehme das Positive mit.»
Erfolgreiche Entwicklung
Die Partnerschaft zwischen Steve Guerdat und Albführen’s Iashin Sitte ist von stetiger Entwicklung geprägt. Mehrere Topresultate auf internationalem Niveau, darunter Platzierungen in Weltcup-Springen und bei Fünf-Sterne-Turnieren, belegen das Potenzial dieses Duos.
Ebenfalls Potenzial zeigten auch der zweite Schweizer im Rennen: Martin Fuchs und der Fuchswallach Lorde. Die beiden beendeten den Weltcupfinal auf dem 14. Rang, wobei sie in der ersten Runde der letzten Prüfung mit einem Nuller zeigte, dass sie es draufhaben. Leider gab es dann im zweiten Durchgang noch zwei Fehler, die Martin Fuchs mehrheitlich auf sich nimmt: «Lorde zeigte diese Woche eine gute Leistung, im letzten Durchgang war etwas die Luft draussen, und ich bin nicht so gut geritten. Ich bin zufrieden mit Lorde: Er hat zum ersten Mal ein Championat bestritten, war das erst Mal auf so einem anstrengenden Turnier und ist zum ersten Mal geflogen.» Martin Fuchs ergänzte, dass er an sich selbst arbeiten wolle, um noch besser zu werden. «Ich weiss, woran es liegt. Wenn ich selbst noch etwas besser werde und Lorde noch mehr Erfahrung hat, haben wir grosse Chancen noch weiter nach vorne zu kommen.»
Auch Equipenchef Peter van der Waaij zieht eine mehrheitlich positive Bilanz: «Steve hatte in der ersten Runde der dritten Prüfung einen Pechfehler und in der zweiten war das Pferd vielleicht etwas müde. Auch wenn wir uns etwas mehr erhofft hatten, ist ein 6. Rang gut. Bei Martin fehlte mit Lorde durchgehend etwas die Erfahrung. Doch das Paar zeigte in der ersten Runde der letzten Prüfung einen super Parcours.»