Weltcupfinal Voltige: Gold im Pas-de-Deux und Bronze bei den Herren

Romy Schiess und Céline Wilde gewinnen mit einer persönlichen Bestleistung den begehrten Weltcupfinal in der Voltige im belgischen Opglabbeek. Sven Ris überzeugte ebenfalls in der Kategorie Einzel bei den Herren und wird mit der Bronzemedaille belohnt.

Alle Schweizer Teilnehmer:innen des Weltcupfinals Voltige in Opglabbeek, Belgien, waren zum ersten Mal überhaupt für den Final qualifiziert. Das Pas-de-Deux-Team Romy Schiess und Céline Wilde erhielten den Zuschlag kurzfristig und haben sich dann entschieden, ihre Saisonplanung dafür über den Haufen zu werfen. Und, es hat sich gelohnt. Nach der ersten Runde lagen die beiden bereits auf Bronzekurs. In ihrer zweiten Kür konnten sie dann das zeigen, was sie sich vorgenommen hatten: neben einer fehlerfreien Darbietung vor allem auch Flow und Ausdruck. So überzeugten sie das Richtergremium und erhielten 8,180 Punkte auf ihrem Pferd Royal Lotti an der Longe von Patricia Mischol. Dieses Resultat bedeutet den Sieg und zum ersten Mal überhaupt Finalgold für die Schweiz im Pas-de-Deux. Hinter den Schweizerinnen erhielt das deutsche Duo Philine Lindhorst und Cjell Aaron Richert Silber (8,081). Bronze holte sich das italienische Team Rebecca Greggio und Davide Zanella (7,473).

Das Pas-de-Deux-Team ist überwältigt und sehr zufrieden: «Wir konnten in den entscheidenden Momenten unsere Leistung abrufen und dabei zwei tolle Auftritte hinlegen. Das Ambiente war unglaublich und wir sagten uns einfach immer wieder, dass es uns ja eigentlich vor allem um die Qualifikation für die WM in Aachen geht, und der Weltcupfinal noch das Tüpfelchen auf dem i ist».

Bei den Herren behielt der Schweizer Einzelvoltigierer Sven Ris die Nerven in einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen. Ganz knapp waren denn auch die Resultate auf dem Podest. Gold holte sich der Franzose Quentin Jabet mit 8,804 Punkten. Knapp hinter ihm verpasste der Deutsche Jannik Heiland den Titel, da sich die eine oder andere Unsicherheit einschlich (8,742).

Sven Ris reihte sich dahinter auf dem dritten Rang ein und erturnte sich auf Iwan an der Longe von Stefan Lotzman seinen ersten Podestplatz in einem Weltcupfinale. Auch er konnte zeigen, was er sich vorgenommen hatte, und blieb in seinem Programm ohne Fehler (8,014). Gross ist seine Freude über diesen Erfolg: «Dieser unerwartete dritte Platz macht mich überglücklich. Nach nur drei gemeinsamen Trainingseinheiten mit diesem Pferd aufs Podest zu kommen, ist einfach Wahnsinn. Ein riesiges Danke an meinen Longenführer Stefan Lotzmann und meinen Groom Ben Lechtenberg – ohne ihr Vertrauen und ihre perfekte Unterstützung im Zirkel wäre dieser Erfolg niemals möglich gewesen.»

Bei den Damen kämpfte die einzige Schweizerin am Start, Michelle Brügger, nicht um die Podestplätze. Sie erreichte dennoch einen tollen fünften Rang auf Nashville Grandia Z an der Longe von Rita Blieske (7,951). Die Siegerin Alice Layher aus Deutschland zeigte eine perfekte zweite Kür und erhielt von den Richtern die Note 9,168. Ihre Landsfrau und Titelverteidigerin konnte dies nicht toppen und erreichte Silber. Die dritte Deutsche Alina Ross komplettierte das Podest und erhielt Bronze.