Nach einem ersten anspruchsvollen und nicht ganz einfachen ersten Umlauf konnte sich die Schweiz am Fusse des Podests in Lauerstellung begeben. Zu diesem Zeitpunkt führten Belgien vor Grossbritannien und den USA, wobei die Schweiz und die USA lediglich 0.06 Punkte auseinanderlagen. Erster Reiter für die Schweiz war Martin Fuchs mit Lorde. Das Paar musste zwei Stangenfehler in Kauf nehmen. Der nächste im Parcours für die Schweiz war Jason Smith mit Picobello van’t Roosakker. Der sprunggewaltige Schimmel und sein Reiter hatten das nötige Wettkampfglück und zeigten eine erste makellose Runde. Alain Jufer startete mit Dante MM sehr gut in den Wettkampf, blieb bis zur letzten Linie fehlerfrei. Hier fiel dann jedoch eine Stange. Der Schlussreiter Steve Guerdat für die Schweiz hatte Albführens Iashin Sitte gesattelt. Leider musste auch dieses Paar sich eine Stange aufschreiben lassen – dies gleich am ersten Hindernis.
Im zweiten Durchgang konnte sich das Startpaar wie auch das ganze Team stark verbessern: Martin Fuchs und Lorde zeigten eine harmonische Nullrunde. Der zweite Reiter Jason Smith und Picobello van’t Roosakker blieben in einer fantastischen Runde erneut fehlerfrei, was den anderen Nationen dann entsprechend Druck machte. Er war einer von lediglich zwei Startern mit der Österreicherin Katharina Rhomberg, die einen Doppelnuller zeigten. Bei Alain Jufer und Dante MM lief alles am Schnürchen bis zur letzten Linie, bei der wieder der Wurm drin war, die Distanzen nicht ganz stimmten, alles etwas weit wurde und so gleich drei Stangen fielen.
Nun lag es am Schlussreiter Steve Guerdat mit Iashin Sitte. Und es wurde nochmal so richtig spannend, denn vor der letzten Runde mit den Schlussreitern lag die Schweiz auf Rang 1 mit 8 Punkten vor Grossbritannien (9) und Österreich (12). Eine Spitzenrunde von Steve Guerdat und Iashin Sitte, die sich den Nuller so richtig erkämpften, doch es gab 1 Strafpunkt für Zeitüberschreitung. Und nun kam es auf Grossbritannien an. Bei Null käme es zum Stechen um den Sieg. Doch der Schlussreiter für Grossbritannien musste sich mehrere Stangen anrechnen lassen, was am Ende den Sieg für das Schweizer Springreiterteam bedeutet.
Der Schweizer Equipenchef Peter van der Waaij findet klare Worte: «Wir sind unglaublich stolz auf diesen Sieg. Wir haben als Team eine super Leistung erbracht und wir sind stolz, dass wir das vor dem Heimpublikum zeigen konnten. Die Unterstützung vom Publikum war auch fantastisch. Alle Pferde sind gut gesprungen und die Reiter haben gute Runden gezeigt. Und speziell hervorheben dürfen wir die aussergewöhnliche Leistung von Jason Smith und Piccobello mit ihrem Doppelnuller.»