Julie Curchod freut sich auf ihre ersten FEI-Europameisterschaften Endurance im Team

Am 31. Juli 2026 treffen sich die besten Nachwuchs-Endurance-Reiterinnen und -Reiter Europas in Jullianges (FRA) zu den FEI-Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter über 120 Kilometer. Mit dabei ist auch Julie Curchod, die bereits ihre dritten internationalen Titelkämpfe bestreiten wird – erstmals jedoch als Teil einer Schweizer Equipe.

Im vergangenen Jahr war Julie Curchod die einzige Schweizer Vertreterin an den FEI-Weltmeisterschaften der Junioren und Jungen Reiter. In Jullianges wird die Schweiz nun mit einer vollständigen Equipe antreten – eine besondere Premiere für die junge Reiterin.

«Nach zwei Championaten als Einzelreiterin freue ich mich riesig, nun zum ersten Mal im Team an den Start zu gehen. Wir können uns auf der Strecke gegenseitig unterstützen und gemeinsam das Beste aus unseren Pferden herausholen.»

Die Erfahrung gemeinsam mit drei Teamkolleginnen zu teilen, sich während des Rennens gegenseitig zu motivieren und als Equipe auf ein gemeinsames Resultat hinzuarbeiten, ist für Julie eine zusätzliche Motivation.

Wertvolle Erfahrungen als Vorbereitung

Trotz ihres jungen Alters verfügt Julie bereits über internationale Erfahrung. Ihre bisherigen Championate auf Sardinien und in Rumänien haben sie sportlich und mental weitergebracht.

«Ich hatte das Glück, bereits an zwei Championaten auf Sardinien und in Rumänien teilzunehmen. Dabei habe ich gelernt, mit Druck umzugehen und Gruppenstarts mit vielen Reiterinnen und Reitern ruhig anzugehen.»

Diese Erfahrungen geben ihr heute die nötige Sicherheit und Gelassenheit für die bevorstehenden Europameisterschaften.

Die Vorbereitung mit Gasby

Wie in allen Ausdauerdisziplinen geht es in der Vorbereitung nicht nur darum, möglichst viele Kilometer zu absolvieren. Entscheidend ist vielmehr, die richtige Balance zwischen Training, Erholung und Frische für den Saisonhöhepunkt zu finden.

«Ich habe einen 100-km-Vorbereitungsritt absolviert, der sehr gut verlaufen ist. Jetzt geht es vor allem darum, die Form zu halten, ohne zu viel zu verlangen.»

Ihr Partner Gasby bringt alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Enduranceprüfung mit. Sein grosser Leistungswille gehört zu seinen grössten Stärken – verlangt aber auch ein gutes Management während des Rennens. «Gasby ist sehr motiviert. Ich muss seine Energie gut einteilen, damit er nicht gleich zu Beginn alles gibt.»

Eine Equipe mit Potenzial

Julie möchte an diesen Europameisterschaften weitere Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig weiss sie aber auch, dass die Schweizer Equipe gute Chancen auf ein starkes Mannschaftsresultat hat. Gemeinsam mit Laélie Goncalves, Viveca Simondon-Cagienard und Sheryl Linn Van Wijlen bildet sie eine Mannschaft, die berechtigte Hoffnungen weckt.

«Ich möchte vor allem weitere Erfahrungen sammeln und dieses Championat als Team erleben. Dieses Jahr hat die Schweiz das Glück, vier starke Reiterinnen mit hervorragenden Pferden am Start zu haben. Das gibt uns berechtigte Hoffnung auf ein gutes Mannschaftsergebnis.»

Unabhängig vom sportlichen Resultat bleibt das Tragen der Schweizer Farben etwas ganz Besonderes.

«Es ist immer ein grosser Stolz, die Schweiz an einem solchen Anlass vertreten zu dürfen.»