Wenn die Temperaturen steigen, geraten auch Pferde schneller an ihre Belastungsgrenzen. Insbesondere während des Trainings, der Transporte oder bei den Wettkämpfen sind die Pferde möglicherweise stärker den Auswirkungen von Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, die jeweiligen Bedingungen sorgfältig zu beurteilen und die Abläufe entsprechend anzupassen.
Dabei gibt es keine allgemeingültige Lösung. Jede Veranstaltung bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit sich – sei es hinsichtlich Infrastruktur, Zeitplan oder Wetterentwicklung. Entsprechend liegt es in der Verantwortung der jeweiligen Organisationskomitees, die Situation vor Ort laufend zu bewerten und angemessen zu reagieren.
Bewährte Massnahmen
Je nach Gegebenheiten können verschiedene Vorkehrungen dazu beitragen, die Belastung für die Pferde zu reduzieren. Dazu gehören ausreichend verfügbare Wasserstellen, schattige Aufenthaltsbereiche, Kühlmöglichkeiten sowie genügend Zeit für Erholung und Regeneration nach dem Einsatz.
Auch eine Anpassung des Tagesablaufs kann sinnvoll sein, etwa indem besonders anspruchsvolle Prüfungen in die kühleren Morgenstunden verlegt werden. Auch macht bei solchen Bedingungen eine Preisverleihung zu Fuss Sinn. Entscheidend ist dabei stets, die Bedürfnisse der Pferde ins Zentrum zu stellen und flexibel auf die Entwicklung der Wetterlage zu reagieren.
Augenmass statt Alarmismus
Die aktuellen Temperaturen erfordern erhöhte Aufmerksamkeit, geben jedoch keinen Anlass zu pauschalen Einschränkungen. Mit einer sorgfältigen Planung, einer guten Vorbereitung und dem nötigen Augenmass lassen sich Veranstaltungen auch während Hitzeperioden verantwortungsvoll durchführen.
Swiss Equestrian empfiehlt allen Beteiligten, die Wetterentwicklung aufmerksam zu verfolgen und dem Wohl der Pferde jederzeit höchste Priorität einzuräumen, indem die erforderlichen Massnahmen ergriffen werden.