Nach drei anspruchsvollen Teilprüfungen steht fest: Die Schweiz gehört zu den besten Eventing-Nationen der Welt. Mit insgesamt 128,1 Strafpunkten klassiert sich das Schweizer Team auf dem fünften Schlussrang und erreicht damit das grosse Ziel dieser Weltmeisterschaften – die Qualifikation für Los Angeles 2028.
Bereits nach der Dressur lag die Schweiz mit 90,9 Punkten auf Rang fünf. Im Gelände konnte sich das Team weiter steigern: Mit 106,5 Punkten rückten die Schweizerinnen und Schweizer zwischenzeitlich sogar auf den dritten Platz vor. Im abschliessenden Springen kamen weitere Strafpunkte hinzu, doch mit dem fünften Schlussrang brachte die Equipe die Olympiaqualifikation sicher ins Ziel.
An der Spitze setzte sich Grossbritannien mit 84 Punkten durch und holte den Weltmeistertitel. Silber ging an Deutschland mit 95,6 Punkten, Bronze an die USA mit 113,5 Punkten. Irland belegte mit 122,5 Punkten Rang vier, unmittelbar gefolgt von der Schweiz.
Mélody Johner beste Schweizerin in der Einzelwertung
In der Einzelwertung klassiert sich Mélody Johner mit Erin als beste Schweizerin auf dem 18. Schlussrang. Nach ihrer fehlerfreien Cross-Country-Runde war das Paar noch auf dem hervorragenden neunten Zwischenrang gelegen. Im abschliessenden Springen kamen 8,8 Fehlerpunkte hinzu, womit Johner die Weltmeisterschaft mit insgesamt 40,3 Punkten beendet.
Felix Vogg und Frieda folgen auf Rang 22. Das Paar startete mit 29,3 Punkten aus der Dressur, erhielt im Cross-Country 5,2 Zeitfehler und im Springen weitere 8,8 Fehlerpunkte. Mit einem Total von 43,3 Punkten schliesst Vogg die WM unmittelbar vor seinem Teamkollegen Robin Godel ab. Godel und Grandeur de Lully CH belegen nach vier Fehlerpunkten im Springen mit insgesamt 44,5 Punkten den 23. Schlussrang.
Angelika Dubach und Felin de Chignan komplettieren das Schweizer Ergebnis auf Rang 51 mit 86,3 Punkten. Nadja Minder und Top Job's Jalisco waren bereits im Cross-Country ausgeschieden.
Der Weltmeistertitel geht an den Deutschen Michael Jung mit fischerChipmunk FRH. Das Paar beendet sowohl das Cross-Country als auch das Springen ohne zusätzliche Fehler und gewinnt mit seinem Dressurergebnis von 23,0 Punkten. Silber sichert sich die Britin Rosalind Canter mit Lordships Graffalo (23,4), Bronze geht an ihre Landsfrau Laura Collett mit London 52 (28,0).
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg nach LA
Die Weltmeisterschaften von Aachen bildeten für die Vielseitigkeit eine zentrale erste Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele 2028.
Mit dem fünften Platz hat die Schweizer Equipe ihre Chance eindrücklich genutzt. Damit kann Swiss Equestrian bereits zwei Jahre vor den Spielen mit einem Schweizer Eventing-Team für Los Angeles planen – ein bedeutender Erfolg für die Disziplin und den Schweizer Pferdesport insgesamt.