«Ein Sport, der Herzen entflammt»

Als Vertreterin der FER, Mitglied des Organisationskomitees des Concours Hippique International de Genève, erfahrene Fachfrau für Branding und Kommunikation sowie Mutter eines Olympiareiters bringt Florence Schmitz eine breite Expertise und eine tief verankerte Leidenschaft für den Pferdesport mit. Wir haben sie zu ihrem Engagement, ihren Werten und ihrer Sicht auf den Sport befragt.

Florence Schmitz - Mitglied des Vorstand

Florence, Sie verfügen über beeindruckende Erfahrung sowohl in der Wirtschaft als auch im Pferdesport. Was hat Sie motiviert, dem Vorstand von Swiss Equestrian beizutreten?

Die Leidenschaft für die Pferde und für diesen Sport – ganz einfach. Ich selbst bin als Kind geritten. Zwei meiner drei Kinder haben später den gesamten Reitsportweg durchlaufen, von den Ponys bis zu den Olympischen Spielen für den Ältesten. Dieser Sport ist für mich eine Quelle intensiver Leidenschaft und Emotionen. Zu einer starken Schweizerischen Föderation mit positiver Ausstrahlung im In- und Ausland beitragen zu dürfen, erfüllt mich ebenfalls mit Stolz.

Sie kennen den Pferdesport auf allen Ebenen, vom Freizeitreiten bis zum internationalen Spitzensport. Was fasziniert Sie an dieser Welt am meisten?

Was mich fasziniert, ist genau diese geteilte Leidenschaft. Auf allen Ebenen sind die Menschen “infiziert“ – vom Freizeitreiter, der einfach gerne ausreitet, bis zum Spitzensportler. Alle werden von derselben inneren Flamme angetrieben. 
Es ist ein wahrhaft positiver Virus, der auch Menschen ausserhalb unserer Szene begeistert. Wir haben das Glück, in einem Sport tätig zu sein, in dem diese Leidenschaft allgegenwärtig und inspirierend ist.

Am CHI Genf arbeiten Sie mit vielen unterschiedlichen Gruppen zusammen: Athletinnen und Athleten, Sponsoren, Medien, Volunteers. Was macht für Sie eine gute Zusammenarbeit in einem so vielfältigen Umfeld aus?

Teamarbeit ist entscheidend. Man muss immer versuchen, die Perspektive der anderen zu verstehen. Für mich sind zwei Werte zentral: Transparenz und Pragmatismus. Diese ermöglichen es, gemeinsam effizient und harmonisch voranzukommen – auch in einem komplexen Umfeld.

Ihr Sohn Edouard hat an den Olympischen Spielen in Paris teilgenommen. Was hat Ihnen diese gemeinsame Erfahrung über die Werte des Pferdesports vermittelt?

Edouards Teilnahme an den Olympischen Spielen war eine unglaubliche Erfahrung für ihn – und ebenso für uns als Familie. Dieser Weg ist geprägt von Ausdauer, starken Emotionen, Freude, aber auch Enttäuschungen. Wie man manchmal sagt: Man geht von Rückschlag zu Rückschlag, ohne seinen Enthusiasmus zu verlieren, bis man schliesslich die Spitze erreicht. Es ist ein intensiver Weg voller Arbeit, aber auch voller unvergesslicher Momente. Wir hoffen natürlich, eine solche Erfahrung wieder erleben zu dürfen.