Die Schweizer Einspänner überzeugten in München-Riem über alle drei Teilprüfungen hinweg mit starken und vor allem konstanten Leistungen. Stefan Ulrich mit Bombardier, Mario Gandolfo mit Favela und Michaël Barbey mit Maelyce des Arreneys bewiesen in Dressur, Marathon und Kegelfahren ihre internationale Klasse und sicherten der Schweiz unter der Leitung von Equipenchef Daniel Wüthrich mit insgesamt 251,97 Punkten den Weltmeistertitel.
Bereits in der Dressur legte das Team eine hervorragende Basis. Stefan Ulrich erzielte mit Bombardier und 36,12 Punkten das beste Resultat des gesamten Teilnehmerfeldes, Michaël Barbey folgte mit Maelyce des Arreneys und starken 43,12 Punkten. Auch im Marathon blieb die Schweiz vorne dabei: Mario Gandolfo gewann mit Favela die Teilprüfung mit 81,28 Punkten, während Stefan Ulrich mit Bombardier und 86,68 Punkten ebenfalls ein wichtiges Resultat für die Mannschaft lieferte. Im abschliessenden Kegelfahren bewiesen die Schweizer erneut ihre Konstanz und Nervenstärke. Gandolfo blieb mit Favela fehlerfrei, Ulrich kam mit Bombardier und 4,77 Strafpunkten für Zeitüberschreitung ins Ziel.
Mit einem Gesamtergebnis von 251,97 Punkten setzte sich die Schweiz vor den Niederlanden mit 258,09 Punkten und Frankreich mit 266,99 Punkten durch. Deutschland belegte Rang vier. Die Konstanz der Schweizer Fahrerinnen und Fahrer zeigte sich dabei nicht nur bei den drei Teammitgliedern: Über die gesamte Weltmeisterschaft hinweg konnten sich mehrere Schweizer Gespanne mit guten Leistungen in den verschiedenen Teilprüfungen in Szene setzen.
Stefan Ulrich ist Weltmeister – Mario Gandolfo gewinnt Silber
Der Mannschaftstitel sollte nicht der einzige Schweizer Erfolg bleiben. In der Einzelwertung sorgten Stefan Ulrich mit Bombardier und Mario Gandolfo mit Favela für einen beeindruckenden Doppelsieg.
Stefan Ulrich legte bereits mit seinem Sieg in der Dressur mit Bombardier den Grundstein für den Weltmeistertitel. Nach 36,12 Punkten in der ersten Teilprüfung folgten 86,68 Punkte im Marathon. Im abschliessenden Kegelfahren behielt er die Nerven und brachte mit 4,77 Punkten seinen Vorsprung ins Ziel. Mit einem Gesamtergebnis von 127,57 Punkten krönte sich Stefan Ulrich mit Bombardier zum Weltmeister.
Nur 1,36 Punkte dahinter folgte Mario Gandolfo mit Favela, der versuchte seinen Titel von 2024 zu verteidigen. Nach 47,65 Punkten in der Dressur setzte er im Marathon ein Ausrufezeichen und gewann die Teilprüfung mit 81,28 Punkten. Im Kegelfahren blieb er ohne Strafpunkte und schloss die Weltmeisterschaft mit 128,93 Punkten ab. Damit sicherte er sich die Silbermedaille und den Titel des Vizeweltmeisters. Bronze ging an die Deutsche Anne Unzeitig mit 131,19 Punkten.
Starke Schweizer Gesamtbilanz
Auch hinter den beiden Medaillengewinnern zeigten die Schweizer Fahrerinnen und Fahrer ihre Breite und Konstanz. Lea Spring mit Lia klassierte sich mit 151,97 Punkten auf Rang 21 und blieb im Kegelfahren fehlerfrei, was der 3. Rang in dieser Teilprüfung bedeutete. Leonhard Risch mit Envol CH erreichte mit 154,33 Punkten Rang 24, unmittelbar gefolgt von Andrea Bieri mit Staccato auf Rang 26 mit 155,65 Punkten. Bieri überzeugte insbesondere mit einem starken Marathon und 83,35 Punkten.
Erika Bernhard mit Mooshof Helvetico beendete die Weltmeisterschaft mit 159,21 Punkten auf Rang 31. Michaël Barbey mit Maelyce des Arreneys, dessen starke Dressurleistung einen wichtigen Beitrag zum Schweizer Mannschaftstitel leistete, klassierte sich mit 163,44 Punkten auf Rang 40. Céline Schaller mit Halcatraz de Tremalla CH konnte die Weltmeisterschaft nach einer Eliminierung im Marathon nicht klassiert beenden.
Mit Mannschafts-Gold, Einzel-Gold für Stefan Ulrich mit Bombardier und Einzel-Silber für Mario Gandolfo mit Favela sowie zahlreichen weiteren soliden Schweizer Leistungen endet die Weltmeisterschaft in München-Riem mit einer aussergewöhnlichen Bilanz. Der Dreifacherfolg unterstreicht nicht nur die Stärke an der Spitze, sondern auch die Konstanz und Breite des Schweizer Einspännersports.