Nach dem Fahren setzt Swiss Equestrian seine Serie über die verschiedenen Disziplinen nun mit der Voltige fort. Die Weltmeisterschaften der Voltige in den Kategorien Einzel Damen, Einzel Herren, Pas-de-Deux sowie Gruppe werden vom 10. bis 17. August in Aachen ausgetragen.
Equipenchefin Pascale Taillez blickt auf den Saisonstart, die Ziele sowie die wichtigsten Elemente in der Vorbereitung auf diese internationalen Grossereignisse zurück.
Wie bereiten sich die Schweizer Voltigiererinnen und Voltigierer auf die Weltmeisterschaften vor?
Nach dem letzten Qualifikationsturnier beginnt die eigentliche Vorbereitungsphase auf das Championat. In dieser Zeit geht es darum, die richtige Balance zwischen Trainingsintensität und Regeneration zu finden. Einerseits müssen die Programme weiter gefestigt und die Athletinnen und Athleten auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet werden, andererseits steht die Gesunderhaltung aller Beteiligten im Mittelpunkt – sowohl der Sportlerinnen und Sportler als auch der Pferde. Denn nur ein gesundes und motiviertes Team kann an einer Weltmeisterschaft sein volles Potenzial ausschöpfen.
Welche Schwerpunkte stehen in den kommenden Wochen im Training im Vordergrund?
Jetzt geht es vor allem um die Feinabstimmung. Wir arbeiten an den letzten Details der Programme, optimieren Übergänge, Ausdruck und Ausführung und nehmen dort, wo nötig, noch kleinere Anpassungen vor. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Abläufe sicher und routiniert werden, damit unsere Athletinnen und Athleten ihre Leistungen unter Wettkampfbedingungen möglichst konstant abrufen können.
Mit welchen Erwartungen reist die Schweiz an die Weltmeisterschaften?
Wir werden in sämtlichen Kategorien vertreten sein – im Einzel, im Pas-de-Deux sowie im Gruppenvoltigieren. Das freut uns sehr, denn es zeigt die Breite und Qualität des Schweizer Voltigesports. Unsere Athletinnen und Athleten haben in dieser Saison starke Leistungen gezeigt und wir sehen in allen Kategorien das Potenzial, um um Spitzenplätze und Medaillen mitzukämpfen. Entscheidend wird sein, dass alle ihr Können zum richtigen Zeitpunkt abrufen können.
Was wird auf diesem Niveau letztlich den Unterschied ausmachen?
An einer Weltmeisterschaft ist das Niveau enorm hoch, die Leistungsdichte an der Spitze entsprechend gross. Oft entscheiden Nuancen über die Rangierung. Neben einer technisch sauberen Ausführung werden Originalität, Ausdruck und die Qualität der Choreografien eine wichtige Rolle spielen. Ebenso entscheidend ist eine harmonische und pferdefreundliche Präsentation. Wenn Pferd und Voltigierer als Einheit auftreten und das Programm mit Präzision, Leichtigkeit und Vertrauen präsentieren können, sind das die Faktoren, die am Ende den Unterschied ausmachen.