Nach dem Springreiten setzt Swiss Equestrian seine Serie über die verschiedenen Disziplinen nun mit dem Fahrsport fort. Die Weltmeisterschaften der Einspänner finden dieses Jahr vom 1. bis 6. September in München statt, während die Weltmeisterschaften der Vierspänner vom 20. bis 23. August in Aachen ausgetragen werden.
Equipenchef Daniel Wüthrich blickt auf den Saisonstart, die Ziele sowie die wichtigsten Elemente in der Vorbereitung auf diese internationalen Grossereignisse zurück.
Wie startet die Saison im Fahrsport?
Die Saison hat für die Einspänner gut begonnen. Beim Turnier in Kronenberg erreichten Stefan Ulrich und Michaël Barbey die Plätze zwei und vier, während Lea Spring im Kegelfahren eine starke Nullrunde zeigte.
In Sélestat in Frankreich gewann Erika Bernhard das Turnier. Mario Gandolfo überzeugte ebenfalls mit Siegen in der Dressur und im Kegelfahren, musste im Marathon jedoch leider ausscheiden.
Auch bei den Vierspännern haben die ersten Turniere einen guten Auftakt ermöglicht. In Kronenberg belegte Jérôme Voutaz Rang zehn, Yannik Scherrer wurde Fünfzehnter. Marcel Luder und Werner Ulrich klassierten sich in der ersten Ranglistenhälfte, während Daniel Würgler mit seinem neuen Gespann noch leichte Startschwierigkeiten hatte.
Wenige Tage später bestätigte Jérôme Voutaz in Kladruby seine gute Form mit einem siebten Platz im Gesamtklassement sowie einem Sieg im Marathon.
Wie bereiten Sie Ihre Gespanne auf die grossen internationalen Ziele vor?
Die kommenden Wochen stehen vor allem im Zeichen nationaler und internationaler Turniere, bei denen wir von unseren Kaderfahrern starke Leistungen erwarten. Diese Wettkämpfe dienen nicht nur dazu, sich mit der Weltspitze zu messen, sondern auch die notwendigen Qualifikationen für die Weltmeisterschaften zu erreichen.
Bei den Einspännern werden alle Fahrer das Pflichtturnier in Le Pin au Haras in Frankreich bestreiten, bevor die definitive Selektion erfolgt. Danach ist ein weiteres Trainingslager in Zauggenried mit Trainer Koos de Ronde geplant.
Bei den Vierspännern findet Ende Juni ebenfalls ein wichtiges Training in Zauggenried mit Trainer Felix Brasseur statt.
Was sind die wichtigsten Elemente, um ein leistungsstarkes Gespann aufzubauen?
Konstanz, Erfahrung und die Qualität der Pferde bleiben entscheidende Faktoren. Die Fahrer müssen ihre Form Schritt für Schritt aufbauen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Pferde während der ganzen Saison gesund, motiviert und selbstbewusst bleiben.
Wichtig ist zudem, möglichst viele Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln, um mental und sportlich optimal auf die Weltmeisterschaften vorbereitet zu sein. Die verschiedenen Turniere dienen dabei als wichtige Orientierungspunkte, um die Entwicklung der Gespanne einzuschätzen.
Wie passen Sie die Vorbereitung je nach Kategorie an?
Jede Kategorie bringt ihre eigenen Anforderungen mit sich. Die Einspänner verlangen besonders viel Präzision und Konstanz in allen drei Teilprüfungen, während bei den Vierspännern die feine Abstimmung des gesamten Teams sowie grosse Erfahrung bei internationalen Grossanlässen entscheidend sind.
Die Schweizer Fahrer sind dieses Jahr motiviert und verfügen über gute Pferde, um starke Resultate zu erzielen.
Für die Weltmeisterschaften der Einspänner in München lautet das Ziel klar: eine Platzierung unter den Top 3 mit dem Team sowie zwei Fahrer in den Top 10 der Einzelwertung.
Bei den Vierspänner-Weltmeisterschaften in Aachen möchte das Team einen Platz unter den Top 5 erreichen sowie einen Fahrer in den Top 10 der Einzelwertung platzieren.